Katja Rathje-Hoffmann zur Fachtagung „Streitsache Sexualdelikte“ – Frauen in der Gerechtigkeitslücke

Kiel – „Fakt ist, dass jede siebte Frau einmal in ihrem Leben Opfer einer Vergewaltigung oder einer schweren sexuellen Nötigung wird, aber nur fünf Prozent der Betroffenen die Tat auch tatsächlich anzeigen. Die jetzt in der Öffentlichkeit geführte Sexismus-Debatte zeigt uns dabei doch nur, dass viele das Thema der sexuellen Belästigung immer noch nicht als Straftat wahrnehmen. Leider führt die aktuelle Debatte nur dazu, dass Opfer auch zukünftig die Angst haben, nicht ernst genommen zu werden“, erklärte die sozialpolitische Sprecherin der CDU Landtagsfraktion Katja Rathje-Hoffmann anlässlich der heute (07. Februar 2013) im Landeshaus stattfindenden Fachtagung „Streitsache Sexualdelikte – Frauen in der Gerechtigkeitslücke“.

Die heute im Landeshaus vom Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V.,durchgeführte Fachtagung „Streitsache

Sexualdelikte“ befasst sich mit dem Thema der nicht angezeigten Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen. Dabei stehen Sicht und Befürchtungen der Betroffenen im Hinblick auf ein Strafverfahren im Mittelpunkt: Es geht um Glaubwürdigkeit, Beweisbarkeit der Tat sowie weitere Hürden, die es zu überwinden gilt. Nicht zuletzt soll mit der Veranstaltung auch eine Sensibilisierung von Teilnehmern und Öffentlichkeit erreicht werden.

„Tatsache ist, dass sexualisierte Gewalt, vor allem in einer Partnerschaft, noch heute ein Tabuthema ist. Viele der Betroffenen erzählen niemandem von ihrer erlebten Gewalt und bringen die Tat aus Scham vor sich selbst nicht zur Anzeige. Verschweigen darf nicht länger der Normalfall sein“, führte Rathje-Hoffmann abschließend aus.

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