Klaus Schlie und Katja Rathje-Hoffmann: „Das Hebammenwesen in Schleswig-Holstein ist in Not!“

Klaus Schlie und Katja Rathje-Hoffmann: „Das Hebammenwesen in Schleswig-Holstein ist in Not!“

 Zu der aktuellen Diskussion um die weitere Entwicklung des Hebammenwesen in Schleswig-Holstein und der Idee des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), kleinere Geburtsstandorte mit weniger als 500 Geburten pro Jahr zu schließen, erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Schlie:

Katja Rathje-Hoffmann MdL

Katja Rathje-Hoffmann MdL

 „Eckernförde, Sylt und vielleicht als nächstes Ratzeburg. In immer mehr Städten und Regionen erklären die Hebammen, dass sie sich ihren Beruf nicht mehr leisten können. Und dann kommt der Verband der Ersatzkassen auch noch mit der Idee, Geburtsstandorte mit weniger als 500 Geburten pro Jahr zu schließen. Das darf nicht sein. Das Hebammenwesen in Schleswig-Holstein darf nicht untergehen!“

Klaus Schlie MdL

Klaus Schlie MdL

 Freiberufliche Hebammen stehen aufgrund steigender Versicherungsprämien und einem geringen Verdienst unter starkem Druck. Die nächste Erhöhung der Versicherungsprämie auf über 5.000 Euro/Jahr steht für Juli 2014 bereits an. Das führt dazu, dass weitere Hebammen ihre Geburtshilfe und häufig damit auch ihre Selbstständigkeit aufgeben müssen, da sie es sich finanziell nicht mehr leisten können.

 „Uns ist es wichtig, dass auch zukünftig werdende Mütter eine Wahlfreiheit haben, wo sie ihr Kind zur Welt bringen. Alleine die steigenden Haftpflichtprämien führen schon dazu, dass es weniger Hebammen in der Versorgung gibt. Wenn jetzt auch noch kleine Geburtsorte wegfallen, dann ist die wohnortnahe Versorgung von Schwangeren in Zukunft noch schwieriger als bisher schon“, führt die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Katja Rathje-Hoffmann, weiter aus.

Und Schlie ergänzt:„Wir brauchen eine flächendeckende und wohnortnahe Versorgung für werdende Eltern überall – auch im ländlichen Raum. Ich hoffe, dass die Landesregierung zügig die Interessen des Landes beim Bund vertritt, damit die Bundesregierung hier schnell eine Lösung findet.“

 

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