Innenminister Hans-Joachim Grote in Norderstedt – Wachstumschancen nutzen

Vierte Informationsveranstaltung zum Landesentwicklungsplan in Norderstedt – Innenminister Grote: „Wir wollen Wachstumschancen nutzen und Räume nachhaltig gestalten.“

Innenminister Hans-Joachim Grote

Norderstedt – Innenminister Hans-Joachim Grote hat heute auf der letzten Informationsveranstaltung  vor etwa 150 Anwesenden Inhalt, Ziele und Philosophie des Landesentwicklungsplans vorgestellt. Insgesamt gab es vier Veranstaltungen zur Fortschreibung des Plans, der nach Inkrafttreten für 15 Jahre gelten soll: „Schleswig-Holstein soll einen flexiblen und innovativen Landesentwicklungsplan haben. Einen Plan, der Herausforderungen aufnimmt und Ideen entwickelt – Flexibel, vielseitig kombinierbar und passgenau.“

Der Landesentwicklungsplan entwickelt nach Angaben des Innenministers neue Ideen für nachhaltige Flächennutzungen in der Zukunft, wie beispielsweise:
 Entwicklungsmöglichkeiten für Wohnen und Gewerbe kombiniert mit einem allgemeinen Flächensparziel, eine Raumordnung für den Untergrund, die mit der tiefen Geothermienutzung einen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende leisten soll,
 einen Biotopverbund und Räume für den Küstenschutz, die dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel Rechnung tragen sollen.

„Mit dem Landesentwicklungsplan verfolgen wir darüber hinaus eine qualitative Wachstumsstrategie“, so Grote. Ziel ist es, die Lagegunst des engeren und weiteren Verflechtungsraums um die Metropole Hamburg bestmöglich zu nutzen und zu gestalten. Dazu sollen neue Entwicklungsmöglichkeiten für Wohnen und Gewerbe geschaffen werden und gleichzeitig die Lebens- und Umweltqualität auf hohem Niveau erhalten bleiben.

Der Landesentwicklungsplan greife viele Themen des gesellschaftlichen Lebens wie Wohnen, Gewerbe, die Entwicklung der Daseinsvorsorge, Mobilität, Energieversorgung, Natur und Landschaft, Rohstoffsicherung oder Tourismus auf.

„Wir haben dem Landesentwicklungsplan eine neue Philosophie verpasst – eine neue Bestimmung. Dieser Plan soll Leitlinie, Orientierung geben für Schleswig-Holstein, für jede einzelne Kommune. Er zeigt Chancen, Potenziale auf – und vor allem: Gestaltungsmöglichkeiten für jede einzelne Kommune. Wir wollen neue Denkansätze fördern. Wir wollen die Mutigen unterstützen.“

„Deshalb werden wir als erstes Bundesland im Zusammenhang mit dem LEP eine sogenannte Experimentierklausel einführen. Dadurch können Kommunen in Zukunft innovative Entwicklungsansätze im Zusammenhang mit Digitalisierung, Siedlungsentwicklung, Energiewende, Klimawandel, Mobilität oder Daseinsvorsorge modellhaft und experimentell in der Praxis erproben.“

Innenminister Grote appellierte an die Anwesenden, sich aktiv an der Gestaltung des Landesentwicklungsplans zu beteiligen: „Es ist meine ausdrückliche Bitte: Nutzen Sie die Chance, reden Sie mit. Machen Sie eigene Vorschläge. Bringen Sie Ihre Vorstellungen mit ein. Denn es geht darum, wie wir morgen miteinander in diesem Land zusammenleben wollen. Denn dieser Landesentwicklungsplan wird der Grundstein für unsere gemeinsame Zukunft!“

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