Katja Rathje-Hoffmann: Flächendeckende Impfungen wichtig!

Katja Rathje-Hoffmann MdL

Die Pandemie hat Deutschland, Europa und fast die ganze Welt fest in ihrem Griff.

Überall infizieren sich Menschen, überall werden Menschen krank und überall sterben auch Menschen an diesem heimtückischen Virus Covid-19.

Vor einem Jahr konnten sich die wenigsten von uns vorstellen, was eine Pandemie ist und wie sie sich auf unser Leben, unser Miteinander und unsere Wirtschaft auswirken kann.

Tatsache ist: unser Leben hat sich seit März stark verändert und wir müssen lernen, mit dem Virus umzugehen. So ist es für uns normal geworden, einen Mund-Nasenschutz zu tragen, genügend Abstand zueinander zu halten und auf eine penible Handhygiene zu achten. Und regelmäßiges Lüften nicht zu vergessen.

Wir befinden uns mitten in der zweiten heftigen Corona-Welle und wir müssen im zweiten Lockdown auf Urlaubsreisen, Restaurantbesuche und etliches mehr verzichten.

Doch es gibt einen guten Grund zur Hoffnung auf eine Besserung unserer Situation. Der Forschung der Pharma-Firmen ist es vergleichsweise sehr rasch gelungen, Impfstoffe gegen Covid-19 zu entwickeln und herzustellen.

Großbritannien erteilte dem Impfstoff der deutsch/amerikanischen Kooperation Biontech/Pfizer am 2. Dezember bereits die Zulassung. In der Europäischen Union ist damit noch im Dezember zu rechnen.

Gemeinsam mit den Kreisen und kreisfreien Städten laufen nun die Vorbereitungen für die geplanten 29 Impfzentren im Land auf Hochtouren. Besonders erwähnen möchte ich das Impfzentrum in der großen kreisangehörigen Stadt Norderstedt, das länderübergreifend mit Hamburg zusammenarbeitet. Es ist sehr erfreulich, dass es uns doch gelungen ist, hiermit die Metropolregion besser zu versorgen. Dank an Minister Heiner Garg!

Das Ziel, bis zum 15. Dezember in allen Impfzentren startklar zu sein, wird aller Voraussicht nach erreicht. Durch den Aufruf der KVSH haben sich bereits 2900 Ärztinnen und Ärzte und 1900 medizinische Fachkräfte zum Dienst in den Impfzentren und im mobilen Dienst freiwillig gemeldet.

Die Bundeswehr und das THW unterstützen logistisch beim Transport des Impfstoffs und der medizinischen Ausrüstung. An dieser Stelle unser herzlicher Dank an die Beteiligten!

Die Zuteilung des Impfstoffs wird zunächst in der Anlaufphase streng reglementiert sein. Vorrangig, so heißt es, werde medizinisches und pflegerischen Personal behandelt, das direkten Umgang mit Covid-19-Infizierten hat, sowie besonders gefährdete Gruppen. Die kostenlosen Impfungen finden in den Impfzentren in sogenannten „Impfstraßen“ statt. Anfangs wird es dazu eine gesonderte Einladung geben.

Zum Ablauf in der Impfstraße: Nach der Aufnahme der Personalien und einer Temperaturmessung folgt das ärztliche Aufklärungsgespräch, dann die Impfung – und anschließend eine Pause von 15 Minuten, falls es zu Impfreaktionen kommen sollte.

Im Grunde müssten sich rund zwei Millionen Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner gegen das Corona Virus impfen lassen, um die sog. Herdenimmunität zu erreichen, die große Sicherheit bietet.

Die Impfbereitschaft ist in Norddeutschland nach einer repräsentativen Umfrage der Uni Hamburg mit 63% vergleichsweise hoch. Jedoch noch nicht hoch genug für die erwähnte Herdenimmunität. Deswegen begrüßen wir die Planungen zu einer breit angelegten Impfkampagne des Bundes und der Länder, denn Impfschutz funktioniert nur, wenn möglichst viele mitmachen.

Völlig unverständlich sind die Äußerungen von Corona-Leugnern und Anhängern von Verschwörungstheorien, Rechtsextremen und Reichsbürgern. Diese zeigen ein erschreckend hohes Gewaltpotenzial. Sicherheitsexperten sprechen von abstrakten Gefährdungen für Impfzentren, Impfstoffproduktionsstätten und Transporte. Das gilt es zu verhindern! Eines ist sicher: unsere Impfzentren sind gut gesichert und geschützt. Nur mit der flächendeckenden Impfung werden wir es schaffen, unser altes Leben wieder zurückzubekommen.

Lassen sie uns gemeinsam daran arbeiten, dann überstehen wir auch diese Krise.

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