Katja Rathje-Hoffmann: Homosexualität ist keine Krankheit

Katja Rathje-Hoffmann MdL

Zitat: „Homosexualität ist keine Krankheit und deswegen ist sie auch nicht therapiebedürftig. Deswegen bin ich für ein Verbot der Konversionstherapie.“

Das sagte unser Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, vor zwei Wochen in Berlin.

Und das sagen auch wir, die Mitglieder der Jamaika Koalition hier in Schleswig-Holstein in Kiel.

Nicht zuletzt ein Film des NDR mit dem Titel „Die Schwulenheiler“, in der ein junger homosexueller Reporter sich in eine solche Behandlung begibt, schildert die Absurdität dieser Behandlungen eindrucksvoll und lässt erahnen, was Menschen durchleben müssen, wenn sie mit solchen Therapien konfrontiert werden.

Zwar bilden solche Ärzte zum Glück eine Ausnahme, wir sind uns aber darin einig, dass wir diese Ausnahmen nicht zu akzeptieren bereit sind.

Seit 1990 hat die WHO Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen – zugegeben auch recht spät, aber sie haben diesen Schritt dann endlich gemacht.

Denn Sexualität ist weder eine Geisteskrankheit, noch moralisch verwerflich – Homosexualität ist nicht besonderes, sie ist Normalität für uns.

Versuche, Homosexualität zu reparieren, zeigen, dass dabei hauptsächlich Vorurteile im Spiel sind und nicht die notwendige Akzeptanz der Verschiedenheit.

Heterosexualität gilt bei solchen Pseudotherapien wie der Konversions- und Konfrontationstherapie als Norm und anstrebenswert.

Religiöse Vereinigungen und manche evangelikalen Freikirchen sowie streng katholische Kreise betrachten Homosexualität jedoch weiterhin als behandlungsbedürftige Krankheit.

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Katja Rathje-Hoffmann: Pflegebedürftige und Angehörige entlasten

Mit den Pflegestärkungsgesetzen I bis III des Bundes haben wir es geschafft, Verbesserungen rund um die Pflege von alten und kranken Menschen zu erwirken – z.B. durch das Pflegegeld oder auch die Besserstellung von Demenzkranken und deren besseren Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung.

Wir alle setzen uns durch die laufenden Verbesserungen in der Pflege auch dafür ein, mehr Pflege- und Pflegefachkräfte einzustellen und deren Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Das ist auch dringend notwendig, weil es zurzeit immer noch eine deutliche Lohndifferenz zwischen Fachkräften der Pflege und der Altenpflege gibt. Diese beträgt immerhin rund 600,- Euro monatlich.

Diese Lücke müssen wir überwinden, um auch weiterhin Fachkräfte für den Bereich der stationären Altenpflege zu finden.

Wir wollen auch die Personalausstattung bundesweit besser an die tatsächlichen Bedarfe anpassen.

Hilfreich ist hierbei, dass der Gesetzgeber die Entwicklung und Erprobung eines einheitlichen Personalbemessungssystems bereits in Auftrag gegeben hat.

Auf die Auswertung und Ergebnisse im Juni kommenden Jahres sind wir jetzt schon sehr gespannt.

Ein weiterer und ganz besonders wichtiger Punkt ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Pflegefachkräfte im stationären und im ambulanten Bereich zu erreichen.

Selbstverständlich gehört dazu auch eine faire Bezahlung.

Aktuell machen die Auswirkungen gesetzlicher Regelungen in diesem Bereich von sich reden. Die Kosten für die Pflege sind seit Beginn des Jahres monatlich angestiegen. In den Zeitungen war von Kostensteigerungen für Heimbewohner bis hin zu 300,-Euro zusätzlich im Monat zu lesen.

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Mietpreisbremse und bezahlbarer Wohnraum

Landesregierung beschließt Maßnahmenpaket für bezahlbaren Wohnraum – Unwirksames Instrument „Mietpreisbremse“ wird noch dieses Jahr abgeschafft

Innenminister Hans-Joachim Grote

KIEL. Die Landesregierung hat in ihrer heutigen (05. März) Kabinettssitzung ein Maßnahmenpaket für mehr bezahlbaren Wohnraum beschlossen. Für den zuständigen Innenminister Hans-Joachim Grote sind dabei fünf Schwerpunkte entscheidend:
„Wir werden dafür sorgen, dass mehr Bauland geschaffen und das vorhandene besser ausgenutzt werden kann. Wir setzen auf eine noch bessere Förderung von Wohneigentum. Wir verbessern die Bedingungen für den Bau von Wohnungen. Wir wollen, das das Wohngeld dynamisiert wird. Wir werden schärfer gegen die schwarzen Schafe unter den Vermietern vorgehen – dazu soll der Paragraf gegen Mietpreisüberhöhungen neu gefasst werden.“

Gleichzeitig soll bereits in diesem Jahr die sogenannte Mietpreisbremse abgeschafft werden – und damit ein Jahr früher, als ursprünglich vorgesehen. Dieses Instrument habe sich laut Grote als ungeeignet und investitionshemmend erwiesen. Es gebe keinen Nachweis, dass sich die Mietpreisbremse in Schleswig-Holstein positiv ausgewirkt hätte. Im Gegenteil – die Mieten seien auch in den Städten wo sie gilt, weiter gestiegen.

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