Orange the World – Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen

Katja Rathje-Hoffmann MdL

Zum heutigen internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen erklärt die frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Katja Rathje-Hoffmann:

„In Deutschland war jede dritte Frau in ihrem Leben mindestens einmal von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Laut einer Dunkelfeldstudie haben in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr 36640 Frauen häusliche Gewalt ertragen müssen. Das ist nicht hinzunehmen.

Es reicht nicht, die jeweiligen Täter zu bestrafen, sondern es muss vorbeugend gehandelt werden. Deshalb ist es richtig, die Aktion „Orange the world“ zu unterstützen. Durch die Verbreitung über Social Media, das tragen orangefarbener Kleidung oder den kleinen orangenen Pin, den die Gleichstellungsbeauftragten der Ämter Dänischer Wohld, Schlei-Ostsee, Hüttener Berge und der Stadt Eckernförde herausgegeben haben, wird auf den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht.

Auch sind die Frauenhäuser im Land ein sehr wichtiger Baustein zur Bekämpfung von Gewalt in den Familien, denn oft sind sie für Frauen und deren Kinder der letzte Ausweg. Wichtig bleibt zudem das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, das Frauen weiterhin rund um die Uhr unter der Nummer 0800 116 016 erreichen können.

Wir zeigen, dass Gewalt absolut inakzeptabel ist!“, so Rathje-Hoffmann.

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Katja Rathje-Hoffmann – Schleswig-Holstein ist weltoffen und tolerant

Katja Rathje-Hoffmann MdL

Homophobie hat keinen Platz in der Gesellschaft in Schleswig-Holstein und keinen Platz in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland und nirgendwo! Ich bin sehr froh, dass wir uns alle hier in diesem Haus, über die Parteigrenzen hinweg, ausnahmslos zu Weltoffenheit und Toleranz bekennen.

Uns alle erschüttert der homophobe Angriff am 5. November 2022 vor einer Kieler Bar. Vier Männer wurden Opfer einer lebensgefährlichen Messerstecherei. Alle vier wurden verletzt und einer davon schwer verletzt. Zeugenaussagen zufolge reichten die lackierten Fingernägel eines Gruppenmitgliedes aus, um von den Tätern homophoben Anfeindungen ausgesetzt zu sein.

Diese Nacht zum 5. November hat uns gezeigt, dass wir als weltoffene, tolerante und bunte Gesellschaft der Vielfalt, besonders auf die LGBTIQ +* Community aufpassen müssen, um unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger ausreichend zu schützen. Wir müssen aufeinander achtgeben und uns für alle Menschen in ihrer Vielfalt einsetzen. Egal, welchen Lebensentwurf der oder die einzelne Person für sich gewählt hat. Wir alle haben die Aufgabe, uns für alle Menschen in ihrer Vielfalt einzusetzen. Jeder Mensch ist schließlich einzigartig.

Für eine weltoffene Gesellschaft in Kiel und überall. Unsere Vielfalt macht uns reich! Intoleranz und Ausgrenzung macht uns arm – armselig.

Wir machen weiter mit Aktionen und Maßnahmen für die Gesellschaft – für Groß und Klein.

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Katja Rathje-Hoffmann – Gewalt gegen Frauen entschieden entgegentreten

Katja Rathje-Hoffmann MdL

Original-Text  der Rede vom 25. November 2022 im Kiler Landtag

Sehr geehrte Frau Präsidentin,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind uns einig, dass wir Frauen bestmöglich vor geschlechterspezifischer Gewalt schützen müssen.

Seit dem 1. Januar 2018 hat sich Deutschland zur Umsetzung der Istanbul-Konvention verpflichtet und danach zu handeln. Hier geht es um Gleichstellung, öffentliches Bewusstsein, um Hilfsprogramme, um Schutz, um Justiz und innere Sicherheit und um öffentliches Bewusstsein.

Dunkelfeldstudien nach, haben in Schleswig-Holstein nach Angaben des LFSH, also quasi bei uns nebenan, in den letzten zwölf Monaten 12.180 Frauen sexualisierte Gewalt erlebt und im selben Zeitraum haben 36.640 Frauen häusliche Gewalt ertragen müssen. Mit schlimmen körperlichen und seelischen Folgen – und ganz zu schweigen – -mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Auswirkungen, wie zum Beispiel Arbeitsunfähigkeit und fehlende Unterhaltszahlungen. Das alles belastet mit den Auswirkungen und Folgen die Polizei, die Justiz, das Gesundheitssystem, die Privatwirtschaft und vieles mehr.

Wir haben vor, diese negativen Folgen strukturell zu bekämpfen. Wirksam zu bekämpfen! Mit einem Kompetenzzentrum gegen geschlechterspezifische Gewalt. Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache, deswegen müssen wir handeln.

Dazu bitten wir die Landesregierung ein tragfähiges Konzept dazu zu erarbeiten, das auch den landesweiten Ausbau eines Hochrisikomanagements beinhaltet. Unser gemeinsames Ziel ist es, die systematische Verringerung von Gewalt gegen Frauen wirkungsvoll zu erreichen.

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